[Münster/Westf.] Antimilitaristischer Ratschlag

am Mittwoch, 19. März 2008 im Internationalen Zentrum der Uni „Die Brücke“, Wilmergasse 2
Um 19 Uhr zeigen wir den Film „Der Zaun“, der Eindrücke über die Militarisierung der Gesellschaft und des Polizeistaatsterrors in Deutschland während des G8-Treffens in
Heiligendamm im Juni 2008 vermittelt.
Um 20 Uhr wollen wir dann diskutieren, wie wir in Münster den bedrohlichen Entwicklungen der Militarisierung unserer Gesellschaft entgegentreten können.
Mögliche (nächste) Termine für „Aktivitäten“:
Samstag, 22. März: Weltweite Proteste anlässlich des 5. Jahrestages der Irakinvasion der US- und der britischen Armee
31.3.-2.4.: „Karriere-Treff“ am Infotruck der Bundeswehr auf irgendeinem großen öffentlichen Platz in Münster
Donnerstag, 8. Mai: Jahrestag der Kapitulation Deutschlands nach dem II. Weltkrieg: Nie wieder Krieg – Nie wieder Faschismus!
Wollt Ihr den globalen Krieg?

Seit dem Angriff der NATO – und damit auch Deutschlands – auf Jugoslawien im Frühjahr und Sommer 1999 ist nichts mehr
so, wie es einmal war. Wie es die Antikriegsbewegung damals vorausgesagt hat, sind inzwischen alle Dämme gegen Auslandseinsätze
der Bundeswehr gebrochen. Seither beteiligen sich die jeweiligen Bundesregierungen gleich welcher Couleur an
den globalen und von immer dreisteren Propagandafeldzügen begleiteten Plünderungskriegen des „Westens“ unter Führung
der USA – zuweilen im Rahmen der NATO. Ob in Afghanistan, im Irakkrieg, am Horn von Afrika oder vor der Küste des Libanon:
Bei Bedarf wird scharf geschossen – auf vermeintliche Feinde und auf das Völkerrecht (vom Grundgesetz, das Angriffskriege
verbietet, ganz zu schweigen). Der Kapitalismus braucht den Krieg! Im großen und ganzen geht es weltweit um Rohstoffe
und deren Transportrouten, die in Besitz gebracht und kontrolliert werden müssen. Und es geht inzwischen auch um eine
hochprofitable, nicht zuletzt europäische Kriegsgüterindustrie. Übrigens: die EU selbst wird auch als Militärmacht „in Stellung
gebracht“, wie wir mit dieser Veröffentlichung zeigen wollen. Zu diesen Entwicklungen sagen wir jedoch laut und deutlich:

NEIN!

Seit 2006 beschäftigt sich die antimilitaristische gruppe mit dem Thema Militarisierung deutscher Außen-und Innenpolitik. Wir haben darüber informiert, dagegen protestiert und über die Lethargie von
Bürgerinnen und Bürgern oft genug lamentiert – ist doch die Mehrheit der Menschen, die hier leben, gegen jede Kriegsbeteiligung Deutschlands und gegen die weitere und teure Aufrüstung der  Bundeswehr.  Aber etwas dagegen tun? Solange still besetzt und gemordet werden kann, solange kann der Süden der Erdkugel weiter ausgeplündert werden…

Wir bemängeln schon lange, dass eigentlich genug Geld für die Sozialsysteme in Deutschland da ist, wenn nur die Aufrüstung und Militarisierung nicht wäre, von der zuerst die großen Rüstungskonzerne und deren NutznießerInnen profitieren. Nicht ein Mensch müsste sich den entwürdigenden Prozeduren in den argen „Arbeitsgemeinschaften“ und Sozialbehörden unterziehen, wenn abgerüstet und das freiwerdende Geld in eine sozial sinnvolle, lebensbejahende Daseinsvorsorge gesteckt würde…

Ist Münster wirklich eine Friedensstadt?

Nun, für eine „Friedensstadt“, die den Namen verdient hätte, gibt es hier entschieden zuviel Militär. Und das Militär, das in Münster ansässig ist, ist auch noch weltweit in Kriegshandlungen verstrickt. Die
Generäle und anderen Offiziere, die hier auf der Straße herumlaufen, haben Blut an ihren Händen – nur,
dass man es nicht sehen kann… In Münster befindet sich das multinationale Deutsch-Niederländische Korps mit Kasernen an der Grevener Straße, an der Wilhelmstraße und bei Handorf im Wald; das Hauptquartier ist am Hindenburgplatz. Ferner liegt an der Manfred-von-Richthofen-Straße die
gleichnamige Kaserne des Lufttransportkommandos der Bundeswehr, das die Transport- und Nachschubflüge beinahe aller Auslandseinsätze der Bundeswehr koordiniert. Und schließlich befindet sich in der Josefine-Mauser-Straße das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum, in dem für den
zivilen Bereich ausgebildet wird. Dann stehen dieses Jahr mehrere Werbeveranstaltungen
der Bundeswehr bevor, z.B. in einigen Gymnasien und auf öffentlichen Plätzen und eventuell auch in der Arbeitsagentur.
Nicht nur, dass die Auslandseinsätze der Bundeswehr immer mehr und umfangreicher werden: die
Bundeswehrstrukturen nehmen auch innerhalb unserer Gesellschaft einen immer größeren Platz ein – selbst die grundgesetzlich verbotenen Inlandseinsätze nehmen zu. Und dies alles geschieht, ohne dass mal jemand gefragt wird. Es wird einfach so gemacht, was auch Bestandteil des Militarismus in Deutschland ist.
Um etwas gegen diese Militarisierung der Gesellschaft zu unternehmen, muss aufgeklärt und geredet – muss etwas organisiert werden. Wir denken, hierfür ist es höchste Zeit!

Die antimilitaristische gruppe lädt zum Antimilitaristischen Ratschlag ein:

Stoppen wir die Militarisierung der Gesellschaft!

Nein zu Krieg und Militarismus!

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