Bundeswehr steigert Werbe-Einsätze

11.März 2008

Zur Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (Drucksache 16/7925) zum Thema „Militäraufmärsche in der Öffentlichkeit“ erklärt die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke:

Um ihren Personalbedarf zu decken, drängt die Bundeswehr massiv in die Öffentlichkeit. Über 700 Auftritte von Personalwerbern auf Marktplätzen, an Messen und in Schulen sind für dieses Jahr geplant.
Vor allem die Bemühungen um Schüler an Gymnasien und Berufsschulen werden verstärkt. So sollen 2149 Schulen auf das militärische „Informationsangebot“ aufmerksam
gemacht werden, im Vorjahr waren es noch 1257. Die Anschreiben an höhere Schulen sollen gar um das Drei- bis Siebenfache steigen.
Die Zahlen zeigen, dass die Bundeswehr immer mehr Schwierigkeiten hat, die dringend benötigten Höherqualifizierten zu rekrutieren. Dabei schreckt die Truppe nicht vor faulen Tricks zurück. Ihr sogenannter „Karriere-Truck“, der in diesem Jahr in 40 Städten Station machen soll, wird weiterhin mit absolut militärfremdem Beiwerk aufgepeppt. Für
„Eventmodule“ und Musikgruppen stehen in diesem Jahr denn auch 400.000 Euro mehr bereit als im Vorjahr.

Für die Darstellung der Gefahr in den auswärtigen Kriegsgebieten oder gar der Opfer der Nato-Kriege ist da kein Raum vorgesehen.

Die Reklamemaßnahmen, mit denen technik- und musikbegeisterte Jugendliche geködert werden sollen, werden ergänzt durch Militäraufmärsche. So sind auch in diesem Jahr mindestens 126 öffentliche Rekrutengelöbnisse vorgesehen, ganz abgesehen von den 1500 Auftritten von Militärmusikkorps.


Friedenspolitische Termine in NRW

10.März 2008

Mittwoch, 12.03.2008 Dorsten: Lesung aus dem Buch „Disteln im Weinberg“ von und mit Sumaya Farhat-Naser (Dozentin an der Universität Birseit, Palästina), 19.30 Uhr, VHS
Dorsten, Forum, Im Werth 6, Kosten: 6 EUR, VA: VHS Dorsten und Trägerverein Altes
Rathaus

Donnerstag, 13.03.2008 Werl: Lesung aus dem Buch „Disteln im Weinberg“ von und mit Sumaya Farhat-Naser (Dozentin an der Universität Birseit, Palästina), 19.30 Uhr, Museum  Forum der Völker, Melsterstr. 15, Kosten: 4 EUR, VA: Museum Forum der Völker in Zusammenarbeit mit der Lokalen Agenda 21 Werl [im Rahmen der Reihe „Werler Gespräche“ des Museum Forum der Völker und der VHS Werl

Freitag, 14.03.2008 Gladbeck: Lesung aus dem Buch „Disteln im Weinberg“ von und mit Sumaya Farhat-Naser (Dozentin an der Universität Birseit, Palästina), 19.30 Uhr, Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Postallee 12, Kosten: 4 EUR, VA: VHS Gladbeck, Evang. Stadtkirchengemeinde [imRahmen der „Gladbecker Kinder- und Jugenduniversität“

Freitag, 14.03.2008 – 15.03.2008 Gummersbach: Seminar „Ludwig Quidde – linksliberaler Demokrat und Pazifist“ (Friedensnobelpreisträger), in der Theodor-Heuss-Akademie,  Theodor-Heuss-Str. 26, VA: Theodor-Heuss-Akademie der Friedeich-Naumann-Stiftung

Montag, 17.03.2008 Münster: Vortrag und Diskussion „Friedensstadt Münster? – In Münster werden militärische Traditionen geflegt – Kriege geplant und gesteuert!“ mit Edo Schmidt (Antmilitaristische Gruppe Münster), Ansgar Schmidt (DKP Münster), 20 Uhr, Kulturzentrum Frauenstr. 24

Freitag, 21.03.2008 50678 Köln: Filmvorführung „Deadly Dust – Todesstaub“ – Dokumentation eines Kriegsverbrechens – Film von Frieda F. Wager-Film , 16 Uhr, Freidenkerzentrum, Bayenstr. 11 (Nähe Bürgerzentrum Stollwerck)

Freitag, 21.03.2008 Dortmund: Mahngang von der Kirchhörder Straße zum Mahnmal für die Opfer der Karfreitag-Erschießung (politische Gefangene und Widerstandskämpfer) im April 1945 in der Bittermark, Gang vom Olpketal zum Mahnmal Bittermark, Kundgebung: 15 Uhr, Gedenkveranstaltung der Stadt Dortmund, VA: Stadt Dortmund, Internationale Rombergpark-Komitee

Samstag, 22.03.2008 Gelsenkirchen: Rock-Festival „Seid LAUT gegen Krieg!“ gegen Krieg und Faschismus, 17 Uhr (Einlass ab 16 Uhr), Musikpavillon im Stadtgarten, VA: Friedensforum Gelsenkirchen [im Rahmen des Ostermarsches Ruhr 2008
Montag, 07.04.2008 Düsseldorf: „Ich bin ein Deserteur“ Lesungen aus dem Buch des US-Deserteurs Joshua Key, 19.30 Uhr im ZAKK, Fichtenstr. 40 VA: Flüchtlingsrat Düsseldorf e.V., ZAKK, Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Düsseldorf und Düsseldorfer Friedensforum

Mehr Termine unter http://www.friedenskooperative.de/termdat.htm


Frieden schaffen ohne Waffen!

13.Februar 2008

(Stephan Brües)

Im Folgenden möchte ich Euch eine link-Sammlung mit interessanten Texten zu aktiver Gewaltfreiheit in aller Welt zeigen:

1) Frieden schaffen ohne Waffen! Über die unbewaffnete Intervention der Nonviolent Peaceforce

Wer den Einsatz militärischer Mittel propagiert, spricht gerne von der “ultima ratio”: Es gebe Situationen, bei denen die Alternativen nur darin bestünden, nichts zu tun oder Gewalt zu akzeptieren. Aber bedeutet, Konflikte nicht durch militärische Mittel bearbeiten zu wollen, nichts zu tun?

http://www.friedenskooperative.de/ff/ff07/1-66.htm
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Der Krieg gegen den internationalen Terror…

2.April 2007

…ist gleichzeitig auch ein stiller Krieg gegen die Friedensbewegungen. Die Salamitaktik, die in den Neunzigern in Afrika begann und heute mit „echten“ Kriegseinsätzen weitergeht, hat ich offenbar bewährt. Nach und nach wurde die Bevölkerung Deutschlands an „Out-Of-Area-Einsätze“ gewöhnt und die Friedensbewegung gelähmt. Die tun ja dort nur Gutes, bauen Brunnen usw.

Die Grünen hielten einst Parteitage unter dem Motto „Bundeswehr abschaffen“ ab. Mittlerweile stimmen sie, wenn auch oft „mit Zahnschmerzen“, Auslandseinsätzen mehr und mehr zu, was sie wortreich begründen.


GWR: Jedes Ziel ist ein Zuhause

29.März 2007

„Der Widerstand für eine FREIe HEIDe könnte zu einem Kristallisationspunkt der Friedensbewegung werden, zu einem starken Symbol für unsere Ablehnung der Kriegspolitik, wie sie in den ‚Verteidigungspolitischen Richtlinien‘ festgeschrieben wurde“, so stand es im Mai 2006 in der GWR. Wir kommen der Sache näher.

Artikel in der Graswurzelrevolution (GWR)


Alt, aber richtig

28.März 2007

Daß niemand von uns Lust hat, zu sterben – und bestimmt keiner, für eine solche Sache zu sterben. Daß Soldaten, diese professionellen Mörder, nach vorn fliehen. Daß niemand gezwungen werden kann, einer Einberufungsorder zu folgen – dass also zunächst einmal die seelische Zwangsvorstellung auszurotten ist, die den Menschen glauben macht, er müsse, müsse, müsse traben, wenn es bläst. Man muß gar nicht. Denn dies ist eine simple, eine primitive, eine einfach-große Wahrheit:Man kann nämlich auch zu Hause bleiben.

Dieses Zitat und der gesamte Text ist zitiert und findet sich am besten bei textlog.de – übrigens eine wahre Fundgrube gesammelter Texte verschiedener Schriftsteller.

Wegen des Zitierens seines Ausdrucks über Soldaten wurden früher schon viele Prozesse geführt…

Auch folgender Satz stammt von Tucholsky (aus der gleichen Quelle, anderer Essay):

Es gibt nur eine Sorte Pazifismus: den, der den Krieg mit allen Mitteln bekämpft.

In diesem sinne: Krieg dem Kriege!


Ein ausgezeichneter Graswurzelrevolutionär

25.März 2007

Die IPPNW (Website) würdigten Osman Murat Ülkes Einsatz für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung und ehren ihn mit der Clara-Immerwahr-Auszeichnung

Gibt es für Libertäre eigentlich „Helden“ der „Heldinnen“? Für gewöhnlich lautet meine Antwort „Nein“. Aber, wenn ich genau drüber nachdenke, dann gibt es Menschen, deren Engagement ich bewundernswert und vorbildlich finde. Dazu zählt ein guter Freund und Genosse: Osman „Ossi“ Murat Ülke.

Ganzer Artikel: http://www.graswurzel.net/317/ossi.shtml